Öl Aktien kaufen - Ihre Chancen und Risiken

Öl Aktien kaufen - Ihre Chancen und Risiken

Beitrag Redaktion     11. November 2022     0


Erdöl ist als Rohstoff für die moderne Industriegesellschaft besonders wertvoll und in einigen Bereichen sogar unverzichtbar. Das spiegelt sich nicht zuletzt im hohen Bedarf wider. Für Investoren ergeben sich aus der hohen Nachfrage nach dem so bezeichneten schwarzen Gold diverse Partizipationsmöglichkeiten. Im folgenden Beitrag erfahren Sie, wie das Investment in Öl funktioniert und was Sie im Rahmen der einzelnen Anlagemöglichkeiten zwingend beachten müssen.

OelAktien kaufen

Öl Aktien kaufen – zwischen diesen Optionen können Sie wählen

Möchten Sie als Privatanleger Öl Aktien kaufen bzw. eine Investition in Rohöl tätigen, können Sie zwischen verschiedenen Anlageformen wählen. Zum einen ist eine Investition nach klassischem Muster in Unternehmen möglich. Bei den entsprechenden Kandidaten handelt es sich in erster Linie um Gesellschaften, die sich mit permanentem Blick auf die Ölpreise auf das Upstream- und Downstream-Geschäft spezialisiert haben, also auf die Exploration und den Vertrieb von Erdöl. Zum anderen finden Sie den Einstieg in ein Öl-Investment über Branchen-ETFs und CFDs, Exchange Traded Commodities (ETCs) und Rohstoff-Zertifikate.

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Unternehmensaktien oder derivative Finanzinstrumente – was passt besser zu Ihnen?

Für welche Variante Sie sich letztlich entscheiden, hängt von Ihrer grundsätzlichen Intention ab. Setzen Sie auf eine vergleichsweise sichere Kapitalanlage mit einem geringeren Risikofaktor, sind insbesondere Aktien von global agierenden Mineralölkonzernen interessant. Mit Aktien von zum Beispiel TOTAL, BP, Chevron, ExxonMobil und Royal Dutch Shell in Ihrem Portfolio, partizipieren Sie nicht nur an der Ölpreisentwicklung, sondern profitieren zusätzlich von den langfristigen Perspektiven dieser Großunternehmen in Form von meist üppigen Dividendenausschüttungen.

Weiterhin bietet Ihnen der Aktienhandel im Hinblick auf den An- und Verkauf an der Börse eine sehr hohe Flexibilität. Demgegenüber besitzen derivative Finanzinstrumente ein weitaus höheres Risikopotenzial, das sich von der marktbezogenen Referenzgröße ableiten lässt. Auch Dividendenzahlungen können Sie hier nicht als Einnahmequelle generieren. Das ist nur bei einem Investment über Aktien möglich.

Eine Frage der Korrelation: Sie profitieren nicht zu 100 Prozent von steigenden Ölpreisen

Der Kauf von Öl Aktien bietet daher auf den ersten Blick gerade für Privatanleger erst einmal klare Vorteile. Aber trotz aller positiven Aspekte einer Geldanlage in Öl Aktien sollten Sie auch einen Blick hinter die Kulissen werfen. Denn Öl Aktien bieten Ihnen von vorneherein keine 1:1 Partizipationschance. Das bedeutet konkret: Die Anteilsscheine der großen Mineralölkonzerne profitieren nicht im vollen Umfang von einem steigenden Ölpreis.

Eine perfekte Korrelation zwischen den entsprechenden Aktienkursen und dem Rohölpreis setzt einen Wert von annähernd 1 voraus. In diesem Fall bewegt sich der Korrelationswert zwischen rund 0,5 und 0,6, was aber immer noch einem vergleichsweise hohen Niveau entspricht. Ausgehend von diesen Werten lassen sich also nur 50 bis 60 Prozent der Kursveränderungen auf die jeweilige Entwicklung des Ölpreises ableitend beziehen. Dadurch profitieren Sie nicht in vollem Umfang von steigenden Ölpreisen.

CFD-Kontrakte: Fundierte Einschätzung von Chancen und Risiken als Voraussetzung

Bei einem Investment in CFD-Kontrakte geht es um schnelle Spekulationsgewinne und damit auch im umgekehrten Fall um Spekulationsverluste. CFD-Kontrakte sind in diesem Fall insbesondere für risikobewusste Anleger geeignet, die Ihr Investment zu 100 Prozent vom Rohölpreis und dessen Entwicklung abhängig machen möchten. Der Derivatenbereich bietet Ihnen dabei gleich mehrere Optionen. CFD-Kontrakte stellen immer dann die erste Wahl dar, wenn Sie auf Gewinne aus kurzfristigen Spekulationen fokussiert sind.

Als weitere Anlagemöglichkeiten stehen Ihnen in diesem Bereich zudem Exchange Traded Commodities (ETCs) und die so bezeichneten Knockout-Zertifikate zur Verfügung. Außerdem können Sie auch mit Future-Kontrakten handeln, wenn Sie vom Ölpreis profitieren möchten. Das ist zum Beispiel möglich an der New York Mercantile Exchange (NYMEX) oder anderen Rohstoffbörsen. Allerdings existieren in diesem Segment sehr hohe Sicherheitsmargen, was für private Kleinanleger ein unattraktives Feature ist. Daher ist ein Investment in Future-Kontrakte eigentlich nur für Anleger mit größerem Budget und besonders ambitionierten Zielen eine echte Alternative.

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Sowohl Spekulationsgewinne als auch Spekulationsverluste sind möglich

Anders sieht das bei einem Investment in CFDs oder so bezeichnete Differenzkontrakten aus. Bei diesen beiden Anlagemöglichkeiten muss ein möglicher Nachschuss nicht sichergestellt werden. Demzufolge gibt es hier auch keine Sicherheitsmarge. Das wiederum macht diese Anlageformen auch für Privatinvestoren interessant. Bedenken Sie dabei aber, dass Differenzkontrakten oder CFDs nicht nur Chancen offenbaren, sondern auch Risiken im Gepäck haben. Denn eine Anlage beispielsweise in Form von CFDs verspricht zwar schnelle Spekulationsgewinne, können aber auch für ebenso schnelle und dabei mitunter massive Spekulationsverluste bringen. Ohne Erfahrungen im CFD-Handel wird eine Einschätzung von Chancen und Risiken nicht seriös gelingen. Damit fehlt Ihnen die Grundlage für eine fundierte Kaufentscheidung.

Gehebelte ETCs oder Faktor-Zertifikate: Preisrallye und Korrektur im Blick

Wer auf die Entwicklung des Ölpreises spekulieren möchte, kann dies aber auch mit gehebelten ETCs oder Faktor-Zertifikaten angehen. Kommt es zu einer saisonalen Korrektur oder sogar zu einer erneuten Preisrallye, kann sich das auszahlen. Da es sich bei diesen Finanzprodukten um Hebelzertifikate handelt, können sie die Basiswert-Performance um den Faktor zwei, drei und noch mehr verstärken. Um die Preisentwicklung des Basiswertes abbilden zu können, muss der jeweilige Emittent dieser derivaten Finanzprodukte an der Rohstoffbörse selbst Terminkontrakte erwerben.

Ein solcher Vorgang erhöht allerdings das Risiko von Rollverlusten, da die entsprechenden Kontrakte immer über eine gewisse Laufzeit verfügen. Dadurch muss die emittierende Bank des Faktor-Zertifikats oder des ETCs stets aufs neue in weitere Kontrakte investieren. Dies stellt die Basis dar, um den Investoren überhaupt eine akkurate Partizipation vom Basiswert anbieten zu können. In der Finanzbranche wird dieser Übertrag als Rollen (hier: Rollverlust) bezeichnet. Unser Tipp: Kommt es zu einem längeren Seitwärtstrend des Basiswertes, sollten Sie aufgrund des Rollverlustes Finanzprodukte dieser Art eher vermeiden.

Nur für Profi-Spekulanten geeignet: Knockout-Zertifikate

Es ist jederzeit möglich, ein noch radikaleres Leverage zu vollziehen. Wenn Sie ein solches Vorgehen favorisieren, sind die so bezeichneten Knockout-Zertifikate das passende Mittel. Diese spezielle Gruppe von Derivaten erlaubt es Ihnen, eine Hebelwirkung im zwei- bis dreistelligen Bereich beim zugrunde liegenden Basiswert zu erzeugen. Knockout-Zertifikate gelten als hochspekulative Produkte, die sich nur für eine vergleichsweise geringe Haltedauer eignen.

So werden diese Knockout-Zertifikate in der Regel auch nur für einen Zeitraum von wenigen Stunden bis maximal zwei Wochen gehalten. Aufgrund der gewaltigen Hebelwirkung sollten sich ausschließlich nervenstarke Börsenspekulanten mit den Knockout-Zertifikaten befassen. Wichtig dabei ist, dass die ausgewählten Derivate immer zur zeitlichen Perspektive und zur Risikoklasse des Anlegers passt.

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In Rohöl bzw. Öl Aktien investieren - die wichtigsten Facts auf einen Blick

- Die Wirtschaftsaktivität von Ländern und Unternehmen werden von steigenden bzw. fallenden Rohölpreisen unmittelbar beeinflusst.

- Wenn Sie mit Öl handeln möchten, haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Investment-Möglichkeiten. Entscheiden können Sie sich diesbezüglich für ein direktes Investment in Öl über Zertifikate, ETCs und CFDs. Alternativ besteht die Option, in Unternehmensaktien von Ölgesellschaften oder auch von Unternehmen, die das Rohöl weiterverarbeiten, zu investieren.

- Wollen Sie als Käufer dabei insbesondere von der Wertentwicklung von Öl profitieren, bieten sich zum Beispiel Öl CFDs als Anlageobjekt an. Als weitere Option stehen Ihnen zudem Zertifikate zur Verfügung, um an der entsprechenden Preisentwicklung zu partizipieren.

- Sie können ganz einfach via CFDs Öl kaufen und verkaufen. Aber Vorsicht: Der Handel von Derivaten bietet sowohl Chancen als auch Risiken. Letztere sollten Sie kennen, bevor Sie sich für ein Investment dieser Art entscheiden.

- Möchten Sie stattdessen Öl Futures kaufen, gelingt Ihnen das besonders unkompliziert über CFDs. Allerdings sollten Sie bei einem Investment dieser Art in der Lage sein, die Entwicklungen am Ölmarkt einschätzen zu können, die zu einem fallenden Ölpreis führen.

- Ebenso wie beim Aktienkauf benötigen Sie beim Investieren in Öl bzw. Öl Aktien ein eigenes Depot. Um einen passenden Anbieter zu finden, sollten Sie einen umfassenden Depot-Vergleich nutzen.

Öl Aktien kaufen – von diesen Vorteilen können Sie profitieren

1. Return on Investment

Öl Aktien unterliegen eigentlich immer einem spekulativen Aspekt und bergen ein vergleichsweise hohes Risiko, Verluste zu erleiden, versprechen im Erfolgsfall aber lukrative Renditen. Diese Gewinnaussichten ziehen sehr oft gerade große Investitionen an. Dabei ist das Investmentrisiko in den letzten Jahren um einige Prozentpunkte gefallen. Dazu beigetragen haben zum Beispiel die technologischen Fortschritte bei der Exploration neuer Ölfelder. Denn genau das wirkt sich stark auf den Aktienkurs aus. So steigt der Kurs einer Öl Aktie immer dann rapide an, wenn bekannt wird, dass neue, ergiebige Ölfelder erschlossen werden konnten. Ölfelder liefern meist jahrelang Rohöl, bevor die Quelle komplett ausgebeutet schließlich versiegt. Viele dieser Ölfelder werfen bereits im ersten Jahr nach Förderungs- bzw. Produktionsaufnahme einen satten Profit ab. Langfristig betrachtet, bedeutet das: Temporäre Verluste sollten zwar immer einkalkuliert werden, aber gute Öl Aktien können unabhängig von der Größenordnung für ein stabiles Einkommen sorgen.

2. Optimierte Diversifikation in Ihrem Portfolio

Wenn Sie Öl Aktien kaufen, entscheiden Sie sich für eine Anlage, die Sie hervorragend zur Diversifikation gegen die allgemeine Wirtschaftsentwicklung einsetzen können. Steigt zum Beispiel der Preis von Gas und Öl, kann sich das Wachstum der Wirtschaft verlangsamen. An die klassische Wirtschaft gekoppelte Unternehmensaktien und andere Finanzinstrumente geraten bei einem solchen Szenario schnell in die Verlustzone. Mit einem Investment in Öl Aktien haben Sie dann ein probates Mittel in Ihrem Portfolio, um die Auswirkungen eines verlangsamten Wirtschaftswachstums zu kompensieren. Zudem können Sie Öl Aktien als einen Gegenpol zur Inflation und Fluktuation an den Finanzmärkten nutzen.

3. Steuerliche Vorteile

Wenn Sie in Aktien aus dem Energiesektor investieren, wozu auch Öl Aktien zählen, kommen Sie in den Genuss von steuerlichen Vorteilen. Denn ein Großteil Ihres Einkommens, dass Sie durch Öl Aktien generieren, ist vor Steuern geschützt.

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Öl Aktien kaufen – diese Risiken bestehen bei einem Investment

Investments in Öl sind immer stark abhängig von Nachfrage und Angebot. Schon kleinste Verschiebungen in diesem Bereich können starke Auswirkungen auf den Ölpreis haben. Sollten Sie in Erwägung ziehen, Öl Aktien zu kaufen (beispielsweise von BP oder Shell), müssen Sie auch immer mit einigen Negativfaktoren klarkommen. Folgende Aspekte besitzen dabei eine sehr hohe Relevanz:

1. Erhöhtes Risiko durch Volatilität

Die Kurse von Ölaktien sind sehr unbeständig und sprunghaft (volatil). Für Investoren macht das ein Investment riskant. Das ist primär dann der Fall, wenn Sie einen größeren Teil Ihres Kapitals bzw. Vermögens einsetzen, ohne vorher adäquate Informationen eingeholt zu haben. Beachten Sie dabei: Die Volatilität einer Öl Aktie ist grundsätzlich verknüpft mit gleich mehreren politischen, geografischen sowie ökonomischen Faktoren. Gibt es zum Beispiel im Nahen Osten politische Unruhen, zieht dies in den meisten Fällen eine signifikante Auswirkung auf den Ölaktien-Kurs nach sich. Auch die Unternehmen selbst werden hier schnell in Mitleidenschaft gezogen. Wenn Sie daher Öl Aktien kaufen möchten, müssen Sie zwingend das jeweilige Unternehmen und die entsprechenden Projekte im Rahmen einer Fundamentalanalyse sorgfältig prüfen. Auf diese Weise erhalten Sie eine Vorstellung davon, wie das Unternehmen aufgestellt ist und was Sie in Zukunft von Gesellschaft und Projekten zu erwarten haben.

2. Instabilität des Ölpreises und das politische Risiko

Wenn Sie Öl Aktien kaufen, sollten Sie immer bedenken, dass die Politik alle Öl- und Erdgaskonzerne stark reguliert. Sind die Unternehmen in politischen instabilen Regionen aktiv, erhöht sich von vorneherein das unternehmerische Risiko und damit gleichzeitig auch Ihr Risiko als Anleger. Die entsprechenden Unternehmen legen zwar Wert darauf, ihre Geschäfte nur in politisch stabilen Staaten abzuwickeln, aber letztlich ist der Einsatzort auch daran gebunden, wo auf der Welt Erdöl zu finden ist.

Das Problem dabei: Plötzliche und oftmals auch unerwartete politische Entscheidungen von Regierungen haben mitunter große Folgewirkungen auf die zukünftige Ölförderung. Daher ist es ratsam, immer nur Öl Aktien von Unternehmen zu kaufen, die in einem stabilen politischen Umfeld agieren. Ist das Umfeld von einer instabilen Diktatur geprägt, sollten Sie die Finger von einem Investment lassen. Hier kann es unter Umständen sogar zu einer plötzlichen Verstaatlichung kommen. Prüfen Sie in diesem Zusammenhang auch immer, welche Partnerschaften mit Behörden oder mit anderen Ölfirmen bestehen.

3. Betrugsfälle in der Mineralölindustrie

Im Bereich der Mineralölindustrie kam es in der Vergangenheit bereits zu zahlreichen Betrugsfällen. Es gab zum Beispiel Fälle, dass Anleger Öl Aktien kauften, die überhaupt keinen Background hatten. Denn die herausgebenden Konzerne gab es nur auf dem Papier, aber nicht im realen Leben. Vielfach wurden Anleger auch durch gezielt übertriebene Prognosen zu Erkundungsprojekten in die Irre geführt. Diese aufgedeckten Betrugsfälle in der Mineralölindustrie machen es noch einmal deutlich: Eine sorgfältig und detailliert durchgeführte Unternehmens- und Marktrecherche über die Gesellschaft an sich, die Produkte, Erkundungsvorhaben und betriebene Ölquellen ist vor jedem Investment unabdingbar. Schauen Sie sich dabei auch unbedingt die geografischen und politischen Bedingungen an, die im Geschäftsumfeld herrschen.

4. Die Gefahr von Öl- und Feuerkatastrophen

Feuerkatastrophen auf Bohrinseln oder zum Beispiel auch havarierte Öltanker haben verheerende Folgen auf den Kurs der involvierten Ölaktien. Bei Vorfällen dieser Art können Ölaktien auf einen langen Sinkflug geschickt werden. Dafür gibt es genügend Präzedenzfälle. Beispiel 2010: Damals kam es im Golf von Mexiko auf der Bohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexiko zur bislang größten Ölkatastrophe. Rund fünf Milliarden Barrel Öl gelangten dabei ins Meer und elf Arbeiter verloren bei dem Unglück ihr Leben. Der Konzern BP war offizieller Leasingnehmer der Bohrinsel. Im Zuge der Ölkatastrophe stürzte die Aktie von BP vehement ab, was vielen Anlegern massive Verluste bescherte. Zwar sind solche Unglücksfälle nicht an der Tagesordnung, aber man kann sie auch nicht zu 100 Prozent ausschließen.

5. Geologische Risikofaktoren

Firmen, die mit der Extraktion von Öl ihr Geld verdienen, finden häufig keine guten Bedingungen vor und müssen sich mit unwegsamem Terrain auseinandersetzen. Hinzu kommt, dass es entgegen den Vorhersagen in dem jeweiligen Gebiet dann doch keine vorhandenen Ölreserven gibt. Um als Anleger die Erfolgschance selbst einzuschätzen, sollten Sie aufmerksam die öffentlich zugänglichen geologischen Forschungs- und Untersuchungsberichte lesen, bevor Sie sich zu einem Investment in eine bestimmte Öl Aktie entscheiden. Das ist gerade dann enorm wichtig, wenn der Kurswert einer Aktie hauptsächlich auf aktiven Bohrungen basiert.

Fazit: Lohnt sich ein Investment in Öl Aktien?

Fakt ist: Die Kurse von Ölaktien sind in der Regel hochvolatil, wobei die grundsätzliche Entwicklung immer von mehreren Faktoren abhängt. Letzteres erschwert eine klare Einschätzung. Fakt ist aber auch, dass die Nachfrage nach Öl auf einem hohen Level bleibt. Daran haben bislang auch nichts die politischen Bemühungen zur Förderung von erneuerbaren Energien großartig geändert. Öl Aktien erweisen sich diesbezüglich also als eine gute Investition und besitzen reichlich Potenzial für lukrative Kapitalerträge. Fallen die Ölkurse, können Sie anstelle von Öl Aktien auch CFDs oder ähnliche Finanzprodukte in Ihrem Portfolio aufnehmen. Allerdings sollten Sie nur dann in Öl Aktien und andere Öl-Investments einsteigen, wenn Sie ein ausreichendes Risikomanagement betreiben.

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Risikohinweis: Futures, Aktien und Devisenhandel beinhalten ein erhebliches Risiko und sind nicht für jeden Anleger geeignet. Ein Investor könnte möglicherweise ganz oder mehr als das investierte Kapital verlieren. Risikokapital ist Geld, das verloren gehen kann, ohne die finanzielle Sicherheit oder den Lebensstil zu gefährden. Nur Risikokapital sollte für den Handel verwendet werden und nur diejenigen mit ausreichendem Risikokapital sollten den Handel in Betracht ziehen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist nicht notwendigerweise ein Indikator für zukünftige Ergebnisse.