Wie mir meine Stolpersteine geholfen haben, meine Handelsstrategie zu entwickeln

Wie mir meine Stolpersteine geholfen haben, meine Handelsstrategie zu entwickeln

Mike Seidl     07. September 2017     2


Oder anders ausgedrückt: So habe ich gelernt, die Charts als Landkarte zu Handelsgewinnen zu benutzen.

Mein Name ist Mike Seidl und ich möchte Ihnen in meinem ersten Blogbeitrag davon berichten, wie ich durch so einige Zufälle, viele Stunden vor dem Bildschirm(en) und schier ewig andauernde Tradeauswertungen zu meiner Handelsstrategie gekommen bin.

Meine Handelsstrategie

In meiner Familie habe ich nie etwas davon gehört oder gelesen. Wie auch, in der ehemaligen DDR – in der ich meine Kindheit verbracht habe – gab es keinen Aktien- oder Währungshandel.

Das Thema hat mich fasziniert und seitdem nicht mehr losgelassen!

Als ich es dann geschafft hatte, einen Ausbildungsplatz in einer Bank zu bekommen, ließ der erste Trade nicht lange auf sich warten.

Es war 1998 und die Börsen waren von dem Wirtschaftsaufschwung nach der Wende immer noch im Aufwind. Eine grandiose Zeit. Es war fast so, als konnte man alles kaufen und später mit Profit veräußern.

Heute weiß ich, dass ich damals das Segeln auf ruhiger See ausprobiert hatte! Der erste Sturm ließ nicht lange auf sich warten und es wurde ungemütlich.

Aktiencrash 2001 – Was für ein Erlebnis!

Handelsstrategie 2

Ich habe meine Aktienpositionen schnell aufgelöst und damit Schlimmeres verhindert. Ein echter Glücksmoment. Wenig später durfte ich erfahren, dass Glück an der Börse nicht zu nachhaltiger Performance führt.

Es ging um das Thema Wiedereinstieg in die Märkte. Das ist mir einfach nicht gelungen. Damals waren die Börsenzeitungen voll von Informationen über Unternehmen, die so billig sind. Meine Erträge in dieser Zeit waren sehr bescheiden.

Das Glück war mir abhandengekommen!

Heute weiß ich, dass Glück das i-Tüpfelchen für die Tüchtigen ist und nichts mit einer funktionierenden Handelsstrategie zu tun hat. Anfang der 2000-er war ich diesbezüglich mehr oder weniger ahnungslos.

Im Video spricht Mike Seidl über seinen Weg zur Markttechnik und gibt einen Ausblick auf den Workshop am 28. und 29. Oktober 2017 in Berlin.

Infolge dieser Erfahrungen habe ich darüber nachgedacht, was ich falsch gemacht habe. Ich begann für mich interessante Bücher über erfolgreiche Börsenhändler und Fondsmanager zu lesen und versuchte meinen Nutzen daraus zu ziehen.

Das war eine wichtige Zeit!

Hat es mir den Wiedereinstieg in die Märkte erleichtert? Mit Nichten! Da musst noch mehr sein. Andere verdienen Geld und ich? Ich trete auf der Stelle. Der erste Crash der 2000-er lehrte mich allerdings etwas. Ich konnte schon zu dieser Zeit recht gut sehen, wann es besser ist, die Füße still zu halten.

Daraus entwickelte sich die Gabe, dass ich heute weiß, wann es Zeit wird Gewinne mitzunehmen, Seitwärtsphasen früh zu erkennen und von Trendwechseln zeitig zu profitieren.

In dem folgenden Aufschwung war wieder alles toll. Ich habe in dieser Zeit das Eine und Andere über die Chartanalyse gelesen und mich mit vielen Indikatoren beschäftigt. Ich dachte jetzt hab ich es. Ich kenne den Markt und mach das jetzt.

Denkste!!!

Es hat nicht so funktioniert wie ich dachte. Ich bin wieder nicht richtig vom Fleck gekommen. Ich wollte meine Signale dem Markt vorwegnehmen. Doch der Markt war der Einzige, der Recht hatte. Er nahm mir so einiges von meinen Gewinnen wieder weg.

Wieder folgten unzählige Stunden vor den Charts mit Tageskerzen, als mir durch Zufall auffiel, wie sich Kursmuster bei verschiedenen Aktien zu völlig verschiedenen Zeiten ähnelten. Es war wie im Theater, wo die gleichen Stücke auf immer anderen Bühnen gespielt werden.

Das war für mich eine der wichtigsten Entdeckungen bei der Entwicklung meiner Handelsstrategie.

Sie versetzte mich in die Lage, genau die Situationen zu suchen, denen mit hoher Wahrscheinlichkeit gute Kurssteigerungen folgen können. Etwas später fand ich heraus, dass diese Situationen immer wieder nach Trendwechseln bzw. in Korrekturen bestehender Trends auftraten.

Das war eine tolle Entdeckung. Ich brauchte keine Indikatoren mehr, von denen jeder einzelne immer nur zu bestimmten Zeiten funktionierte. Ich konnte nun in den Charts das Verhalten der Marktteilnehmer lesen und meine Schlüsse daraus ziehen.

Ich konnte sehen, wann Vorsicht angebracht war und wann ich mutiger agieren durfte. Alles in einem Chart mit Tageskerzen. Doch auch hier war meine Entwicklung nicht zu Ende.

Die Basis meiner Handelsstrategie hatte ich bereits niedergeschrieben und in meinen Trades dupliziert. Doch durch die Analyse meiner Trades stellte ich fest, dass die Trades von Unternehmen mit guten Bilanzen bzw. solchen Firmen, die neue und innovative Produkte verkauften, deutlich besser liefen.

Handelsstrategie 1

Das untersuchte ich genauer und stellte fest, dass die großen Kursbewegungen durch massive Geldeinlagen verursacht wurden. Dafür waren institutionelle Investoren notwendig. Also habe ich Teile der Fundamentalanalyse in meinen Selektionsprozess aufgenommen und neben den Kriterien für mein Handelssetup die Kriterien für mein Handelsuniversum erarbeitet.

Meine Erfahrungen im Echtgeldtrading haben mir dazu verholfen, die Märkte zu verstehen und mir damit einen Vorteil im Handel zu erarbeiten. Denn ohne einen Vorteil im Markt bin ich nicht dazu in der Lage gute Gewinne zu erwirtschaften.

Vor jedem Trade beantworte ich mir die Frage:

Wer kauft nach mir?

Dieses Wissen gebe ich – neben meinen Aufgaben als Trader – mittlerweile auch an andere Menschen weiter, die an den Kapitalmärkten Geld verdienen möchten.

Auf meiner Website – www.investorschule.de – können Sie zu meiner Person lesen, dass ich in meiner Schulzeit zum ersten Mal mit dem Thema Börse und Aktien in Kontakt gekommen bin.

Ich bedanke mich für Ihre Zeit und wünsche Ihnen allzeit gute Trades. Bis zum nächsten Mal …

Mike Seidl

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2 Kommentare

  • Klingt erfrischend, ich würde mir das gerne auch einmal ansehen.
  • Hallo Herr Müller, vielen Dank für Ihr Lob. Was genau würden Sie sich gerne einmal ansehen? Sie können mich diesbezüglich auch gern persönlich via Email an info@investorschule.de kontaktieren.

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